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Preisvergleichsportale – vertrauen ist gut, vergleichen ist besser!

© macrovector - Fotolia.com

Preisvergleichsportale sind ein zentraler Anlaufpunkt für Online-Shopper, um sich über Produkte und Dienstleistungen zu informieren sowie Preise und Verfügbarkeiten zu prüfen. Die Portale bieten auch Onlinehändlern zahlreiche Möglichkeiten, ihre Angebote einer breiten Interessentengruppe zu präsentieren und ihre Umsätze zu steigern. Damit sie optimal profitieren sollten Shopbetreiber allerdings ein paar wichtige Punkte beim Umgang mit Preisvergleichsportalen beachten.

Neben dem Preisvergleich legen die Nutzer beim Online-Shopping viel Wert auf die Informationsbeschaffung wie zum Beispiel ausführliche Produktvorstellungen, Testberichte und die Meinungen anderer Kunden. Dies ergab eine repräsentative Befragung von billiger.de . Für die Kunden ist es in diesem Zusammenhang besonders wichtig, dass die Daten auf Preisvergleichsportalen übersichtlich dargestellt werden sowie aktuell und glaubwürdig sind.

Vor allem rational getriebene Kaufentscheidungen wie z. B. für Energieversorger mit relativ homogenen Dienstleistungen werden auf Basis von Preisvergleichen getroffen. So haben die meisten der von Statista befragten Verbraucher online-Preise für Strom und Gas eruiert und gegenübergestellt. Die Dienstleistungen sind für Nicht-Experten der Branche sehr komplex und die Grundlagen für die Preisfindung nur sehr schwer nachvollziehbar, da hier unterschiedliche Faktoren wie Erzeugerpreise, gesetzliche Vorgaben und weitere Rahmenbedingungen zusammenspielen. Ähnliches gilt für die Preise von Autoversicherungen oder Internetanbietern, die ebenfalls häufig abgefragt werden. Die Portale sorgen für deutlich mehr Transparenz als dies im stationären Handel der Fall wäre. Interessenten profitieren von einem Sofortvergleich per Mausklick und müssen sich nicht mühsam in unterschiedlichen Filialen und Ladengeschäften einen Überblick über die aktuellen Marktangebote verschaffen.

Turbo für Umsatz und Traffic

Mit der wachsenden Nachfrage nach Preisvergleichen und Zusatzinformationen zur Entscheidungsfindung beim Onlinekauf erfreuen sich auch die entsprechenden Portale immer größerer Beliebtheit. So hat eine aktuelle Umfrage des Marktforschungsinstituts Fittkau & Maaß ergeben, dass sich heute nahezu ein Fünftel (17,8 Prozent) aller Käufer auf Websites mit Testberichten und auf Preisvergleichsportalen über Produkte informiert. Damit erreichen diese Plattformen fast die Beliebtheit von Suchmaschinen wie Google (19,2 Prozent) und werden zu bedeutenden Umsatztreibern.

Die Statistik macht eines ganz deutlich: Onlinehändler kommen nicht mehr umhin, sich auf Preisvergleichsportalen zu präsentieren, wenn sie langfristig erfolgreich sein wollen. Hier bieten sie nicht nur ihre Produkte im direkten Wettbewerbsvergleich an. Ebenso verbessern sie durch die aufmerksamkeitsstarken Websites ihr Google Page Ranking und können einen höheren Traffic im eigenen Shop generieren.

Gerade für technisch weniger versierte Shopbetreiber stellt der erste Kontakt mit Preisvergleichsportalen oftmals eine Herausforderung dar, da es einige Rahmenbedingungen zu beachten gilt.

Technische Vorgaben beachten
Preisvergleichsportale sind unterschiedlich aufgebaut, unter anderem was die Anordnung von Preisen, Produktbildern oder Kurzbeschreibungen angeht. Produktkataloge bzw. sogenannte Datenfeeds müssen in den Formaten CSV, TXT, XML oder ZIP hochgeladen und integriert werden. Alle Zeilen und Spalten sind exakt nach den Vorgaben der Anbieter zu formatieren, damit sie korrekt auf der Website angezeigt werden sowie eine fehlerhafte automatische Umformatierung auszuschließen ist. Bei Anbietern wie idealo.de sind die Dateien beispielsweise im CSV-Format einzureichen und müssen per FTP- oder Web-Server bereitgestellt werden. Für Shopkategorien, Markennamen, Produktbezeichnungen, Artikelnummern sowie weitere Informationen werden separate Spalten benötigt. Um Onlinehändler bei der Nutzung von Preisvergleichsportalen zu unterstützen, gibt es mittlerweile spezifische Lösungen, die das Online-Multichannel-Marketing vereinfachen und Produktkataloge über speziell programmierte Schnittstellen automatisch an die individuellen Strukturen und Vorgaben anpassen.

Geeignetes Kostenmodell finden
Ebenso sollten Onlinehändler abwägen, welches Provisionsmodell ihrer Geschäftsstrategie und Produktstruktur am meisten entgegenkommt. Denn Preisvergleichsportale haben unterschiedliche Bezahlmodelle: So fallen die Kosten beim Pay-per-Sale-Modell erst beim Verkauf eines Produkts an. Ein prozentualer Betrag des Kaufpreises geht als Provision an den Portalbetreiber. Beim Cost-per-Click-Modell (CPC, Synonym Pay-per-Click) bezahlen Onlinehändler für jeden Klick auf ihr angebotenes Produkt eine Gebühr. Das sehr weit verbreitete Cost-per-Click-Modell ist unter anderem bei Google AdWords im Einsatz. Im Bereich der Preisvergleichsportale rechnen beispielsweise idealo.de oder guenstiger.de nach diesem Modell ab. Zwar entstehen hierbei Kosten, auch wenn noch kein Produkt verkauft wurde. Allerdings profitieren gerade kleinere Shops, indem zusätzlicher Traffic generiert wird. Hier gilt es also abzuwägen, welches Bezahlmodell das lukrativste ist und wie sich der Umgang mit einem Preisvergleichsportal am besten rechnet.

Im finanziellen Rahmen bleiben
Ist das passende Kostenmodell gefunden, stehen Shopbetreiber vor der nächsten Herausforderung: Sie müssen ihre Produktpreise möglichst attraktiv gestalten, um die kostensensiblen Kunden für ihre Angebote zu interessieren. Gleichzeitig müssen die Verkäufer natürlich auch entsprechend kalkulieren und sich eine Gewinnmarge sichern. Innovative webbasierte Analyseinstrumente und Echtzeit-Dashboard-Übersichten können ihnen helfen, die richtige Balance zu finden. So erlauben ihnen moderne Lösungen, eine Obergrenze beim Preisvergleich einzusetzen, sodass ein Produkt automatisch von der Website genommen wird, wenn Interessenten es zum Beispiel häufig anklicken, es aber nicht kaufen und es sich damit nicht rechnet.

Produktdaten pflegen
Ähnlich wie mit der Preiskontrolle verhält es sich mit der Aktualität der Angebotspräsentation. Mit dem Hochladen der Produktdaten-Feeds ist es nicht getan. Denn die Informationen müssen auch auf dem neuesten Stand gehalten werden, damit Verfügbarkeit und Preis stimmen. Nichts ist unangenehmer als die Tatsache, dass ein erst angepriesenes Produkt nicht mehr zu dem angegebenen Preis lieferbar ist. Die Produktdatenpflege sollte daher – wenn möglich – in Echtzeit geschehen und eine hohe Priorität für die Shopbetreiber haben.

Produkte attraktiv präsentieren
Eine alte Verkäuferweisheit besagt: „Der Köder muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler.“ Gleiches gilt auch im E-Commerce. Nur wenn Onlinehändler ihre Artikel optimal beschreiben und vorstellen, steigen die Absatzchancen. Dabei kommt es nicht nur auf besonders blumige Erläuterungen an, sondern vor allem auch auf korrekte Details und Fakten. Ebenso wichtig sind realitätsgetreue Produktbilder und Kundenbewertungen, um Vertrauen zu schaffen.

Unterstützende Lösungen nutzen
Neue webbasierte Softwarelösungen helfen Onlinehändlern dabei, ihre Produktkataloge schneller und einfacher auf Preisvergleichsportalen zu veröffentlichen. BeezUP hat speziell für diese Anforderungen eine Softwarelösung entwickelt, die dafür sorgt, dass die Dateien nach dem einmaligen Hochladen an die unterschiedlichen technischen Anforderungen verschiedener Portale automatisch angepasst werden. Des Weiteren können Onlinehändler die platzierten Produkte in Echtzeit über Dashboards verwalten, die aktuelle Kundennachfrage einsehen, Preise ändern und Obergrenzen für Ausgaben festlegen. Dadurch kann das Budget auf die profitabelsten Produkte und Preisvergleichsportale verteilt werden. Ein Beispiel aus der Praxis illustriert, wie nützlich diese unterstützenden Lösungen sein können und wie schnell sich eine entsprechende Verwendung rechnet.

Praxisbeispiel: Produktkatalog-Management
Der Online-Möbelhändler Beliani setzt seit Oktober 2012 die BeezUP-Lösungen für das Produktkatalog-Management und Multi-Channel-Online-Marketing länderübergreifend in mehreren europäischen Ländern und den USA ein. Mit der Technologie kann Beliani über 1.000 E-Commerce-Plattformen weltweit abdecken inklusive der wichtigsten Preisvergleichsportale, Marktplätze, Affiliate-Seiten sowie Retargeting-Plattformen und soziale Netzwerke. Der Einsatz hat sich bewährt: Im ersten Quartal nach der Einführung im deutschen Markt konnte Beliani seine Klickraten um 90 Prozent und seine Verkäufe um 70 Prozent steigern. Die Benutzeroberfläche lässt sich schnell und einfach bedienen, wie der unten abgebildete Screenshot verdeutlicht. Anwender können in einer übersichtlichen Darstellung umgehend die Websites und Kategorien auswählen, in denen sie ihre Produkte veröffentlichen wollen.

Intuitive Benutzeroberfläche der Produktkatalog-Management-Lösung von BeezUP im Einsatz beim Online-Möbelhändler Beliani. Quellen: Beliani / BeezUP

Die nachfolgende beispielhafte Dashboard-Ansicht bietet den Beliani-Verantwortlichen eine übersichtliche Darstellung ihrer erfolgsentscheidenden Daten, die es ihnen ermöglicht, ihre Angebote zeitnah an die aktuelle Nachfrage anzupassen.

Exemplarische Dashboard-Übersicht für eine Echtzeit-Überwachung der Verkaufsdaten beim Online-Möbelhändler Beliani. Quellen: Beliani / BeezUP

Fazit

Preisvergleichsportale gehören auch auf lange Sicht zu den wichtigsten Anlaufpunkten für Käufer, wenn diese sich über Angebote, Preise sowie Produktdaten und Beurteilungen kaufvorbereitend informieren. Aufgrund der großen Beliebtheit stellen sie insbesondere für Shopbetreiber eine wichtige Plattform für die Produktpräsentation dar. Wenn Onlinehändler Preisvergleichsportale nutzen, müssen sie sich mit vielen Fragen auseinandersetzen: Wie viele Interessenten haben auf meine Produktbeschreibung geklickt, den Artikel aber letztlich nicht gekauft? Gibt es günstigere Konkurrenzangebote? Wann ist meine Budgetgrenze für Pay-per-Click- oder Pay-per-Sale-Abgaben überschritten? Gerade bei umfangreicheren Produktkatalogen ist es kaum mehr möglich, diese und andere Punkte ständig im Blick zu haben. Web-basierte IT-Lösungen können hierbei gezielt unterstützen. Dies verschafft Online-Shopbetreibern den notwendigen Spielraum, um sich mit künftigen Herausforderungen und Trendthemen auseinander zu setzen.

Autor

Sebastian Herzfeldt ist Country Manager Germany bei BeezUP. Er verfügt über eine umfassende Erfahrung im Bereich Multi-Channel-Online-Marketing und verhilft den BeezUP-Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu einer erfolgreichen Platzierung ihrer Produktkataloge auf den gängigen E-Commerce-Plattformen.

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